Lindenallee

Erhalt der Allee zwischen Maisach und Überacker

Maisacher GRÜNE starten Unterschriftenaktion für Landtagspetition

Ob die Lindenallee zwischen den Ortsteilen Maisach und Überacker in ihrer jetzigen Form bestehen bleibt oder ob sie massiv verändert wird, ist immer noch unklar. Mit ihrer Petition an den Bayerischen Landtag wollen die Maisacher GRÜNEN nochmals darauf hinweisen, wie wichtig der Erhalt dieser Allee für viele Bürger*innen, vor allem aus Maisach, ist. Eine „alte“ Allee, die über viele Jahrzehnte gewachsen ist, viele ökologische Vorteile bietet und prägend für den Charakter des Orts- und Landschaftsbildes ist, kann nicht innerhalb eines kurzen Zeitraums einer vermeintlich „alternativlosen“ Planung geopfert werden.

Der Ortsverband Maisach von Bündnis90/DIE GRÜNEN, vertreten durch den Vorsitzenden, Alexander Reichert, richtet daher eine Petition an den bayerischen Landtag.

  • Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele die Petition mit unterzeichnen würden. Sie haben die Möglichkeit zu unterschreiben
    am Freitag, den 11. August 2017, auf den Wochenmärkten in Gernlinden und Maisach.
    Weitere Termine werden wir noch bekannt geben.
  • Hier können Sie die Petition Erhalt der Lindenallee zwischen Maisach und Überacker an der Staatsstraße 2054 mit Unterschriftenliste herunterladen, ausdrucken und gerne weitere Unterschriften im Freundeskreis und bei Bekannten sammeln.
    Bitte beachten Sie beim Ausdrucken, dass Vorder- und Rückseite auf einem Blatt sein müssen, das heißt die Datei sollte beidseitig ausgedruckt werden.
  • Die unterzeichneten Listen bitte senden/abgeben bei Alexander Reichert, Alte Brucker Straße 31, 82216 Maisach.

Die Petition, mit hoffentlich vielen Unterzeichnern, werden wir Ende August/Anfang September im Bayerischen Landtag übergeben.

Falls Sie noch Fragen zur Petition haben, schreiben Sie uns bitte eine Mail an: allee@gruene-maisach.de

Allee zwischen Maisach und Überacker – GRÜNE fragen nach

27.06.2017. Sepp Dürr, Landtagsabgeordneter von Bündnis90/DIE GRÜNEN, hat auf Initiative der Maisacher GRÜNEN eine Anfrage an die Bayerische Staatsregierung zur aktuellen Situation „Allee zwischen Maisach und Überacker“ gestellt.

Der Freistaat hat die Pflicht zur Sanierung der Staatsstraße jahrzehntelang schlicht und einfach ignoriert. Im Zuge der überfälligen Erneuerung wird nun insbesondere die Allee ins Visier genommen. Durch eine Komplettsanierung würde lt. Staatsregierung, die derzeitige aufgrund des schlechten Zustandes des Straßenbelages geltende Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h, hinfällig.

Mit dem einseitigen Plädoyer für die Maximalgeschwindigkeit von 100 km/h außerorts vergisst das Staatliche Bauamt, dessen Dienstherr das Bayerische Innenministerium ist, weitere Aspekte wie z.B. Klimaschutz, Blendschutz und Landschaftsbild, die zur Lebensqualität beitragen.

Warum werden der Fahrbahnbelag und der Ausbau so geplant, dass die Raserei vorprogrammiert ist? Die Allee ist zwei Kilometer lang. Hier muss nicht 100 km/h gefahren werden.

Alexander Reichert, Sprecher der Maisacher Grünen: „Für den Alleenabschnitt fordern wir eine Temporeduzierung auf 70 km/h. Zusätzlich plädieren wir für ein durchgängiges Überholverbot. Durch diese Maßnahmen, die natürlich regelmäßig überwacht werden müssen, würde die Sicherheit auf diesem Streckenabschnitt gewährleistet und es braucht keine Leitplanken“ Stattdessen wird die Temporeduzierung als Extremvariante bezeichnet! Getreu dem CSU-Motto: „Freie Fahrt für freie Bürger!“

In Punkto Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zieht sich das Straßenbauamt auf Richtlinien und Empfehlungen zurück. Aber wie es der Name schon sagt, sind dies keine Gesetze, demnach nicht in Stein gemeißelt und haben nur empfehlenden Charakter. Nach der Auslegung des Straßenbauamts müsste eine große Anzahl von Bäumen einer durchgängigen Leitplanke weichen. Mit Wohlwollen haben wir zur Kenntnis genommen, dass man sich hier um eine Lösung bemüht, die keine Fällung nach sich ziehen würde.

Susanne Zwanzger, Sprecherin der Maisacher Grünen: „Eine Fällung, und sei es nur von einem Baum, würden wir Grünen in Maisach niemals ohne Gegenwehr zulassen!“

Auch wie die Gemeinde über die Maßnahmen telefonisch unterrichtet und vor vollendete Tatsachen gestellt wurde, entspricht eher einer Nacht- und Nebelaktion als einer korrekten Vorgehensweise. Die Gemeinde wird einfach übergangen! Wir finden schon, dass solch einschneidende Maßnahmen rechtzeitig mit einer Gemeinde abgesprochen und abgestimmt werden müssen, auch wenn es sich um eine Staatsstraße handelt. Schließlich sind alle Bürger*innen Maisachs, vor allem die Einwohner*innen von Überacker davon betroffen.

Das weitere Thema der Anfrage von Sepp Dürr bezüglich aller Alleen im Landkreis wurde nicht bzw. unvollständig beantwortet. Konkrete Daten wurden nicht bereitgestellt. Was man aber daraus lesen kann, ist das auch der Bestand der wenigen anderen Alleen gefährdet ist: Sepp Dürr, MdL aus Germering: „Bleibt zu hoffen, dass dies der letzte Anschlag auf die wenigen Alleen im Landkreis ist.“

Zum Download und Nachlesen: die Antwort des bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr auf die Schriftliche Anfrage Gefährdete Allee in der Gemeinde Maisach des Abgeordneten Dr. Sepp Dürr.

Verkehrssicherheit im Einklang mit der Natur  – Allee von Überacker nach Maisach erhalten

15. März 2017. Wer Straßen sät wird Verkehr ernten! Wer Straßen ausbaut wird mehr Verkehr bekommen. Und wer Straßen zu Rennstrecken umbaut, provoziert verheerende Unfälle. Bestes Beispiel ist die B2 zwischen Hoflacher Berg und Puchheim. Seit links und rechts Leitplanken montiert sind und keine Chance mehr besteht auszuweichen, mehren sich tödliche Frontalzusammenstöße!

Alleen und Baumreihen sind prägende Elemente unserer Kulturlandschaft und haben einen hohen ökologischen Wert. Sie wirken als natürlicher Luftfilter, spenden Schatten, mindern den Verkehrslärm und sind Blendschutz.

Es gibt viele Maßnahmen, auch die Kombination mehrerer Maßnahmen sollte in Erwägung gezogen werden, eine bereits existierende Allee sicher zu gestalten: Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern, besser noch 60 bis 70 km/Stunde, wie es auch der DVR (Deutscher Verkehrssicherheitsrat) empfiehlt, kontinuierliche Überwachung der Geschwindigkeit und Verkehrsregeln, ein Überholverbot zwischen den beiden Ortsteilen und ggf. eine eishemmende Schicht.

Christine Wunderl, Gemeinderätin und Umweltreferentin, sagt ganz klar: „Bäume fällen, sollte das letzte Mittel der Wahl sein.“

Die Parlamentsgruppe Kulturgut Alleen (eine Gruppe von Parlamentariern diverser Parteien) stellt in ihrer Erklärung von 2016 fest, dass die derzeit geltenden „Richtlinien für passiven Schutz an Straßen durch Fahrzeug-Rückhaltesysteme“ (RPS 2009) und die hierzu erlassenen Anwendungshinweise zu stark schematisieren und den Alleenbestand langfristig gefährden. Um den Alleenschutz zu sichern, muss die RPS 2009 dringend angepasst werden, wie die Umweltministerkonferenz 2016 beschlossen hat.

Wir, die Maisacher GRÜNEN, setzen uns dafür ein, dass alle Möglichkeiten – gerne in Zusammenarbeit mit der Gemeinde – ausgeschöpft werden, die Allee zwischen Maisach und Überacker langfristig zu erhalten.

Mehr zum Thema: http://www.stephankuehn.com/news/dokumentation-fachgespraech-wie-sind-alleenschutz-und-verbesserung-der-verkehrssicherheit-auf-land/